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News-Blog

Weniger Wohnungseinbrüche 2019 gezählt

Positives haben aktuell die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer zu berichten: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging 2019 erneut zurück, bereits das vierte Jahr in Folge. Entwarnung kann aber nicht gegeben werden, denn das Niveau ist weiterhin beachtlich hoch. 

Die deutschen Versicherer zählten 2019 weniger Schäden durch Wohnungseinbrüche als im Jahr zuvor. Demnach verschafften sich in rund 95.000 Fällen Langfinger unbefugt Zugang zu einem Haus oder einer Wohnung. Das sind rund 10.000 Einbrüche weniger als noch 2018, so berichtet aktuell der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Damit setzt sich der positive Trend der letzten Jahre fort: Es ist bereits das vierte Jahr in Folge, dass weniger Einbrüche gezählt wurden. Als Grund macht der Versicherer-Verband aber nicht aus, dass es weniger Kriminelle gibt. Stattdessen würden die Bürger bessere Vorsorge treffen. „Es hat sich erneut gezeigt, dass es sich für Hausbesitzer lohnt, in bessere Sicherheitstechnik zu investieren, um so Hab und Gut gegen Einbrecher zu schützen“, sagt Bernhard Gause, Mitglied der Geschäftsführung des GDV.

Dabei kann jeder selbst einen Beitrag leisten, dass seine Wohnung oder das Haus etwas sicherer wird. Grundsätzlich gilt: Einbrecher haben keine Zeit. Und so ist jede Maßnahme, die den Zugang zur eigenen Wohnung oder dem Haus erschwert, eine gute und wichtige. Mechanische Sicherungen wie extra abschließbare Fenstergriffe oder doppelt verglaste Fenster können zum Beispiel den Einstieg von außen verhindern, wenn eine Wohnung im Erdgeschoss oder auf einer niedrigeren Etage ist. Auch sollten an warmen Tagen Balkon- und Verandatüren nicht offenstehen, sofern sich niemand dort aufhält. Auch Bewegungsmelder haben eine abschreckende Wirkung, denn Diebe scheuen das Licht.

Das sind aber nur erste Maßnahmen, um Kriminelle von den eigenen vier Wänden fernzuhalten. Die Polizei hat unter K-Einbruch eine Kampagnenseite ins Netz gestellt (https://www.k-einbruch.de/), auf der sie zahlreiche Tipps zur Einbruch-Prävention gibt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert den Einbau entsprechender Technik mit einem Zuschuss von bis zu 1.600 Euro.

Vertrauensschaden — Wenn Mitarbeiter zu Tätern werden

Ein Risiko, das auch kleineren Betrieben oder Gewerbetreibenden mit kleiner Belegschaft drohen kann: Mitarbeiter missbrauchen das in sie gesetzte Vertrauen und bereichern sich auf Kosten ihres Unternehmens. Diese Gefahr wird häufig unterschätzt, wie der Gesamtverband der Versicherer kürzlich warnte. Der Grund der Warnung sind aktuelle Zahlen für die Vertrauensschadenversicherung.

Betroffen: jährlich bis zu 10 Prozent der deutschen Unternehmen

Zwar gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie ein Unternehmen durch Vertrauensmissbrauch Schaden nehmen kann. Das trifft zum Beispiel auch dann zu, wenn Aufgaben an andere Unternehmen delegiert werden oder Befugnisse an externe Dienstleister ausgelagert werden. Jedoch zeigt eine Auswertung der Versicherungswirtschaft von 2.400 Schadenfällen: Mitarbeiter aus dem eigenen Unternehmen stellen das größere Problem dar.

Bei 63 Prozent aller Vorfälle nämlich waren Mitarbeiter des eigenen Unternehmens die Täter. Noch verheerender wirken die Zahlen mit Blick auf die Schadensumme – bei insgesamt 225 Millionen Euro Schaden waren 75 Prozent durch Täter bedingt, die aus dem Unternehmen der Versicherungsnehmer kamen. Aufgrund solcher Zahlen geht der Verband der Versicherer auch davon aus, dass jedes Jahr fünf bis zehn Prozent der deutschen Unternehmen von den eigenen Mitarbeitern betrogen werden.

Täter: Oft in Verantwortungsposition

Gründe für einen solchen Betrug – zum Beispiel für Unterschlagung, Untreue, Diebstahl oder Abrechnungsbetrug – können vielfältig sein. So unterscheidet die Kriminologie verschiedene Tätertypen. Ein „Krisentäter“ zum Beispiel wird dann zum Täter, wenn eine Krise seinen sozialen und oft auch finanziellen Status bedroht.

Für den „Unauffälligen“ als Tätertyp hingegen gilt der Spruch: Gelegenheit macht Diebe. Er zeigt lange keine Neigungen zum Betrug und missbraucht das Vertrauen erst dann, sobald er durch eine günstige Gelegenheit darauf gebracht wird. Der „Abhängige“ hingegen ist nicht der Haupttäter, sondern ist diesem untergeordnet. Er wird zum Täter, weil er zum Beispiel Repressionen oder negative Konsequenzen fürchtet.

Zudem gibt es einen Täter-Typ, auf den mehrere Risikofaktoren zutreffen: Zum Beispiel führt er ein „ungebremstes“ Leben über seinem Lebensniveau und kann diesen Lebensstil ohne die Tat nicht finanzieren. Allgemein befinden sich die Täter häufig in einer herausgehobenen Verantwortungs- oder Führungsposition innerhalb des Unternehmens und sind mit den Abläufen, aber auch mit Sicherheitslücken eines Unternehmens gut vertraut – und machen sich Sicherheitslücken folglich zunutze.

Schutz durch „Compliance-System“ und Vertrauensschadenversicherung

Wie aber schützen sich Unternehmen und Gewerbetreibende vor derartigen Risiken? Es mag widersprüchlich klingen. Aber schädlich wäre eine generelle Unternehmens-Kultur des Misstrauens. Stattdessen empfehlen die Versicherer ein so genanntes „Compliance-System“ zum vorbeugenden Handeln. So können Standards definiert und Abläufe innerhalb eines Unternehmens so organisiert werden, dass es nicht zu Betrugsfällen kommt. Klassisches Beispiel einer solchen Maßnahme ist, bei Zahlungen strikt das Vier-Augen-Prinzip zu beachten. Kommt es aber dennoch zur Straftat, empfehlen die Versicherer, das Vergehen konsequent zu ahnden.

Einen zusätzlichen Schutz zum „Compliance-System“ bietet zudem jene Versicherung, die aktuelle Zahlen lieferte: die Vertrauensschadenversicherung. Diese schützt den Versicherungsnehmer vor Schäden, die infolge vorsätzlicher unerlaubter Handlungen wie Unterschlagung, Untreue, Diebstahl oder Betrug entstehen können. Neben den strafbaren Handlungen der Mitarbeiter sind auch Handlungen von beauftragten Personen (z. B. Reinigungs- und Wartungspersonal) mitversichert. Versicherungsschutz besteht zudem, wenn unbekannt ist, welcher Mitarbeiter den Schaden verursacht hat.

Weil das Risiko eines Vertrauensmissbrauchs nicht unterschätzt werden sollte, lohnt es sich für Gewerbetreibende und Unternehmen folglich, den eigenen Versicherungsschutz zu überprüfen.

Schlüsselverlust – ein teures Risiko

Verliert man seinen Wohnungsschlüssel oder einen Schlüssel des Arbeitgebers – zum Beispiel den Büroschlüssel – kann dies schnell teuer werden. Verbraucherzentralen schätzen: Der Verlust eines Gemeinschaftsschlüssels kostet schnell so viel wie ein Kleinwagen. Hier hilft der richtige Versicherungsschutz.

Es kann schnell gehen: Man steht vor der Wohnung und bemerkt, dass der Schlüssel fehlt. Im besten Fall ist Unachtsamkeit die Ursache des Verlusts. Man hat den Schlüssel einfach irgendwo liegen lassen und es besteht die Chance, ihn wiederzubekommen. Im schlimmsten Fall ist man Opfer eines Diebstahls geworden oder hat den Schlüssel verloren. Wer hier richtig versichert ist, kann den Schaden lindern.

Schlüsseldienst: Abzocke droht

Der erste Griff bei Verlust des Schlüssels ist oft der zum Handy. Helfen doch Schlüsseldienste, in die Wohnung zu kommen. Aber Vorsicht: In der Vergangenheit wurden immer wieder unseriöse Anbieter bekannt, die Betroffene in ihrer Not durch überteuerte Preise abzocken wollten. Auch bei auffallend günstigen Preisen sollten die Alarmglocken läuten.

So warben Anbieter dafür, für nur fünf Euro die Tür zu öffnen – plötzlich wurden aber vor verschlossener Tür 500 Euro in bar verlangt. Doch nicht nur bei solchen Tricks droht Unbill. Bei einem Test der Stiftung Warentest lag die Preisspanne zwischen guten 65 Euro als Minimum und 415 Euro als Maximal-Preis. Verbraucherschützer halten aber, je nach Bundesland oder nach Tages- oder Nachtzeit, Komplettpreise zwischen 60 und 150 Euro für angemessen.

Da ist es gut, dass Wucherpreise bei Schlüsseldiensten juristisch geahndet werden können. So hat unter anderem das Amtsgericht Bergisch Gladbach die Sittenwidrigkeit eines Vertrages bemängelt, da die Kosten den Durchschnittspreis um fast 200 Prozent überschritten (Az. 68 C 404/13). In einem anderen Fall verurteilte ein Gericht einen Anbieter sogar zu einer Gefängnisstrafe, weil er wiederholt einen hohen vierstelligen Betrag verlangte. Wer sich vor einer Schlüsseldienst-Abzocke schützen will, sollte eine Rechtsschutzversicherung abschließen.

Verlust von Wohnungs- und Haustürschlüsseln: Haftpflichtschutz geboten

Ist man aber nach Schlüsselverlust erst einmal in die eigene Wohnung gelangt, ist der Ärger noch nicht ausgestanden. Denn zunächst müssen andere informiert werden. Können doch Einbrüche und Folgeschäden drohen. Demnach ist als erstes der Vermieter oder die Hausverwaltung zu informieren.

Da durch das Auswechseln der Schlösser oder gar durch den Austausch ganzer Schließanlagen hohe Kosten drohen, empfiehlt sich auf jeden Fall der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) informiert hierzu auf seiner Verbraucherseite: Ob überhaupt Versicherungsschutz besteht und wie hoch dieser ist, hängt vom einzelnen Vertrag ab.

So ist der Verlust von Wohnungs- und Haustürschlüsseln zwar häufig durch die Haftpflicht-Police abgesichert, zum Beispiel der Verlust von “privaten fremden Schlüsseln“. Jedoch sollten Vertragsbedingungen unbedingt auf diesen Versicherungsschutz hin geprüft werden. Auch kann die Höhe der Kostenübernahme begrenzt sein oder es wurde eine Selbstbeteiligung vereinbart. Ist man sich unsicher, ob die eigene Haftpflicht-Police den Schlüsselverlust privater Schlüssel abdeckt, lohnt sich Rat von einem Fachmann.

Schlüsseldiebstahl: Hausratversicherung muss informiert werden

Besondere Obacht ist geboten, wenn der Schlüssel gestohlen wurde, zum Beispiel durch Entwenden einer Handtasche, in der sich der Wohnungsschlüssel befand. Wenn Diebe über Papiere und Wohnungsschlüssel verfügen, ist nicht ausgeschlossen, dass sie in die Wohnung einbrechen. In einem solchen Fall sollte schnellstens die Polizei, aber auch die Hausratversicherung informiert werden.

Dringen Diebe dann tatsächlich mit dem gestohlenen Schlüssel in die Wohnung ein, leistet die Hausratversicherung für die gestohlenen Sachen. Dies aber auch nur, wenn zuvor auch der Diebstahl des Schlüssels bei dem Versicherer gemeldet wurde. Ohne Meldung hingegen kann die Versicherung die Leistung kürzen oder sogar ganz verweigern.

Verlust beruflicher Schlüssel: nicht immer durch Policen abgedeckt 

Besonders teuer kann es werden, wenn berufliche Schlüssel verloren gehen. So kostete der Verlust eines Dienstschlüssels durch einen Lehrer 25.000 Euro, da die komplette Schließanlage einer Schule zu ersetzen war. Zudem kann es beim Verlust fremder betrieblicher Schlüssel zum Beispiel auch notwendig sein, Objektschützer für ein Firmengelände zu engagieren. Auch für solche Fälle kann Versicherungsschutz über die private Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Die Haftpflichtversicherung leistet in der Regel nur, wenn der Tarif den Verlust „fremder“ beruflich oder betrieblich genutzter Schlüssel auch umfasst. Wer sich über den Umfang seines Versicherungsschutzes unsicher ist, sollte deshalb auch für das Risiko des Verlusts beruflicher Schlüssel dringend eine Expertin oder einen Experten zu Rate ziehen. Denn wer nicht genügend für solche Risiken abgesichert ist, dem drohen im Fall der Fälle aufgrund der hohen Kosten ernste finanzielle Folgen.

Handwerker haften auch für fremde Fehler

Handwerker haften auch für fremde Fehler

Bauhandwerker müssen Vorarbeiten von anderen Werkunternehmern gründlich prüfen, bevor sie selbst ihre Arbeiten durchführen. Sonst haften sie auch für die Fehler der anderen!

Aus gegebenen Anlass erinnern wir an die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH). Der verurteilte zuletzt einen Installateur, der einen Hausanschluss fachgerecht an die vorhandene Grundleitung angeschlossen hatte, zu Schadensersatz wegen des daraufhin eingetretenen Wasserschadens. Denn der Handwerker hatte nicht – wie es erforderlich gewesen wäre – geprüft, ob eine Rückstauklappe vorhanden war.

Schadenersatz trotz fehlerloser Arbeit

Das heißt: Ein Handwerker haftet auch dann für einen Werkmangel, wenn er seine Arbeiten zwar fachgerecht ausgeführt, jedoch nicht geprüft hat, ob die Vorarbeiten eines anderen Unternehmers eine geeignete Grundlage für sein Werk bieten. Er haftet zusammen mit demjenigen, der die Fehler gemacht hat, als sogenannter Gesamtschuldner.
“Jeder Werkunternehmer, der seine Arbeit in engem Zusammenhang mit den Vorarbeiten eines anderen oder aufgrund dessen Planung auszuführen hat, muss prüfen und gegebenenfalls auch geeignete Erkundigungen einziehen, ob diese Vorarbeiten eine geeignete Grundlage für sein Werk bieten und eine Eigenschaften besitzen, die den Erfolg seiner Arbeit in Frage stellen können”, heißt es in dem Urteil.

Schriftlichen Hinweis geben

Der BGH bestätigt mit dieser Entscheidung seine strenge Rechtsprechung zur Prüfungs- und Hinweispflicht des Unternehmers. Die Pflicht ist eine vertragliche Hauptpflicht, sie gilt gleichermaßen beim VOB- und beim BGB-Bauvertrag. Im Zweifel muss der Handwerker dem Kunden einen schriftlichen Hinweis geben und er muss im Streitfall beweisen, dass er dies getan hat. Verletzt er diese Pflicht, kann er für Mängel haften, auch wenn er selbst fehlerlos gearbeitet hat.

Praxistipp: Hat der Bauunternehmer Bedenken hinsichtlich der Vorarbeiten, sollte er diese dem Bauherren schriftlich anzeigen und eigene Leistungen zurückstellen. So schützt er den Bauherrn vor unliebsamen und teuren Überraschungen. Obendrein bewahrt der Bauunternehmer auch sich selbst vor hohen Schadenersatzforderungen. Deshalb muss bei Um- und Erweiterungsbauten gemäß den Regeln der Technik nicht nur eine optische Inspektion, sondern z.B. auch eine Dichtheitsprüfung von Leitungen vorgenommen werden.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 30. Juni 2011, Az.: VII ZR 109/10

“Typisch Versicherung”

“Typisch Versicherung”

In unserer täglichen Arbeit kommt es immer mal wieder vor, dass Schäden von Kunden nicht oder nicht vollständig durch die Versicherer bezahlt werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Es gibt leider auch bei uns Fälle, in denen die Versicherer aus uns unerklärlichen Gründen Leistungen verweigern, weil sie bei der Prüfung des Schadens zu anderen Ergebnissen kommen. Z. B. weil Sachverständige die Kausalität eines Schadens nicht sehen oder der Versicherer die vertraglichen Obliegenheiten sehr streng auslegt.

In diesen Fällen ist es selbstverständlich unsere Pflicht, an der Seite unserer Kunden gegen die Versicherer vorzugehen.

Zumeist sind es leider jedoch falsche Vorstellungen, Unwissenheit oder auch einfach nur mangelnder Versicherungsschutz. Hier ist es dann unsere undankbare Aufgabe, dies unserem Kunden zu erklären – was nicht immer einfach ist.

Oft hören wir dann Typisch Versicherung! Da zahlt man jahrelang seine Beiträge und wenn man einen Schaden hat, dann zahlen die nicht.

Diese doch sehr pauschale Aussage ärgert einen Versicherungsmakler, der seinen Job mag.

Aber versuchen wir mal, das sachlich zu klären, auf Grundlage der Branchenzahlen aus 2018.

Fangen wir mit dem liebsten Thema der Deutschen an – dem Auto.

Die deutsche Versicherungswirtschaft nimmt hier jährlich 27,8 Mrd. Euro Beiträge ein. Ein stolzer Betrag! Allerdings regulierten die Versicherer im letzten Jahr davon auch über 9 Mio. Schäden mit einer Gesamtsumme von 27,3 Mrd. Euro. Gerade einmal 2% der Beitragseinnahmen verblieben also den Versicherern.

Oder nehmen wir die Wohngebäudeversicherung.

Mit 7,7 Mrd. Euro Beitragseinnahmen ebenfalls ein wichtiger Bereich. Im letzten Jahr wurden mehr als 2,6 Mio. Schäden über 8,3 Mrd. Euro reguliert. Die Versicherungsbranche hat hier also einen Verlust von 8% gemacht.

Dabei betraf dies nicht nur die Wohngebäudeversicherung , sondern sogar  die gesamte Sachversicherung. Beitragseinnahmen von 20,3 Mrd. Euro standen 20,9 Mrd. Euro Schadenzahlungen gegenüber.

Besonders gravierend sieht es im gewerblichen Bereich aus. Hier wurde ein Verlust in Höhe von 17% realisiert, der 1,2 Mrd. Euro entspricht.

Selbst die Rechtsschutzversicherung, die sehr viele Leistungsausschlüsse hat, ist keine „Cashcow“ der Versicherungswirtschaft. Von 4,1 Mrd. Euro Beitragseinnahmen mussten im letzten Jahr über 4 Mio. Rechtsstreitigkeiten finanziert werden, für eine Gesamtsumme von 3,9 Mrd. Euro. Von 100 Euro Beiträgen verblieben bei den Versicherern also nur 4 Euro – und natürlich nicht als Gewinn. Denn schließlich müssen auch Versicherer z.B. Gehälter bezahlen und Gebäude unterhalten.

Natürlich soll hier nicht verschwiegen werden, dass es auch (noch) ertragreiche Sparten gibt.

So wirft die private Unfallversicherung im Branchendurchschnitt 20% Gewinn ab, aber dies eher bei der Allianz, Provinzial und Co. als bei den von uns erarbeiteten und angebotenen Maklerkonzepten, die stark rabattiert sind. Hier regieren leider auch die roten Zahlen.

Also: „Typisch Versicherung ?“

Richtig ist, dass die Versicherungswirtschaft alleine in der Schaden- und Unfallversicherung im Jahr 2018 mehr als 23 Mio. Schäden reguliert hat. Wenn der Eindruck besteht, dass Versicherer üblicherweise nicht bezahlen, muss dies also andere Ursachen haben.

Unsere Empfehlung: Beschäftigen Sie sich nicht erst nach einem Schaden mit Ihren Versicherungsverträgen, sondern vorher. Informieren Sie sich umfassend. Klären Sie mit Ihrem Versicherer unmissverständlich, welche Gefahren versichert sind und welche wichtigen Leistungsausschlüsse es gibt. Lassen Sie sich Alternativen aufzeigen und fragen Sie unbedingt immer nach, wenn Sie Dinge nicht verstehen.

Dafür stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

Bodentiefe Duschen

Bodentiefe Duschen

Aktuelle Gerichtsurteile sorgen für Versicherungslücken

Gemäß den Versicherungsbedingungen hat der Versicherer Entschädigung für versicherte Sachen zu leisten, die durch Leitungswasser zerstört oder beschädigt werden. Leitungswasser im Sinne der Bedingungen ist üblicher Weise “Wasser, das aus den fest verlegten Zu- und Ableitungsrohren der Wasserversorgung, aus den sonstigen, mit dem Rohrsystem fest verbundenen Einrichtungen der Wasserversorgung, oder aus den Anlagen der Warmwasser- oder Dampfheizung bestimmungswidrig ausgetreten ist.”

Über die Rechtsprechung der letzten Jahrzehnte wurde definiert, dass auch eine klassische Dusche mit Duschtasse eine „Einrichtung“ der Wasserversorgung darstellt. Bei undichten Fugen galt demnach die o.g. Definition, dass Wasser bestimmungswidrig aus der Einrichtung ausgetreten war. Somit waren die Nässeschäden am Gebäude im Normalfall versichert. Zum Beispiel:

  • OLG Frankfurt a.M., Urt. v. 22.12.2009 – 7 U 196/07
  • AG Düsseldorf, Urt. v. 27.09.2001 – 42 C 9839/01
  • Oberlandesgericht Schleswig, Urteil vom 11.06.2015 – 16 U 15/15

Es gibt aber aktuell auch anderslautende Gerichtsentscheidungen, die den Versicherungsschutz verneinen, explizit bei ebenerdigen Duschen.

  • OLG Düsseldorf, Urt v. 25. 07. 2018 -; Az. I-4 U24/13
  • OLG München; Hinweisbeschluss vom 30.08.2017; AZ: 25 U 1728/17

Sollten Sie ebenerdige Duschen haben, so empfehlen wir eine individuelle Prüfung Ihres Versicherungsschutzes und ggf. eine Regelung mit dem Versicherer zu treffen.

Bei Rückfragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Haftung für Trampolinhallen

Bald amerikanische Verhältnisse in Deutschland ?

Eines der wichtigsten Gerichtsurteile für Indoorspielplätze und Trampolinhallen ist das Trampolinurteil des BGH vom 03.06.2008 (Az.: VI ZR 223/07): „Zu den Anforderungen an die Verkehrssicherungspflicht bei einer Trampolinanlage“

Der BGH sah eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht und eine daraus resultierende Haftung, weil: Gerade bei einem Trampolin, welches auch für Kinder freigegeben sei und ohne besondere Aufsicht benutzt werden könne, rechne der Benutzer nicht damit, dass auch bei einer nicht fern liegenden Benutzung erhebliche Verletzungsrisiken bestünden.

Bisher wurde aus dem Urteil geschlossen, dass ein Betreiber eines Trampolins vor einer missbräuchlichen Verwendung und den daraus resultierenden Folgen (schwere Verletzungen) angemessen warnen muss. Es reicht demnach nicht aus, bloß Verhaltensregeln zu erlassen, sondern es muss explizit auf die schwerwiegenden Folgen bei missbräuchlicher Verwendung hingewiesen werden.

Soweit die bisher herrschende Meinung und unsere Empfehlung seit vielen Jahren.

In einem ganz aktuellen Fall, welcher vor dem OLG-Köln verhandelt wird, vertritt der vorsitzende Richter eine sehr viel schärfere Auffassung. Er interpretiert das BGH-Urteil so, dass der Betreiber einer Trampolinanlage grundsätzlich gesteigerte Hinweispflichten hat, auch auf mögliche Verletzungen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch hinzuweisen.

Das OLG Köln hat ausgeführt, man müsse zwar nicht über eine abstrakte und fernliegende Gefahr belehren, wohl aber über eine durchaus denkbare Gefahr. Dies schließt eine Schädigung durch eine unbekannte aber dennoch vorhandene Vorerkrankung (hier Osteoporose) des Benutzers mit ein.

Da die Rechtsauffassung des OLG-Köln sehr ernst zu nehmen ist, empfehlen wir allen Betreibern von Trampolin- oder vergleichbaren Gefahrenanlagen ihre Hinweise, Benutzungsregeln, Sicherheitseinweisungen und AGB entsprechend anzupassen.

Für weitere Informationen zum Haftungsmanagement stehen wir gerne zur Verfügung.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeit: Psychische Erkrankungen Grund Nr. 1

Erneut zeigt die Studie eines großen Versicherers, was Fachleute schon wissen: Kopfarbeit ist die wichtigste Ursache, weshalb Menschen ihren Beruf aufgeben müssen. Sie verdrängt damit körperliche Gebrechen wie etwa eine Schädigung der Gelenke oder ein Rückenleiden als Hauptursache. Das ist ein Fakt, den Menschen mit geistigen Berufen nicht ignorieren sollten.

Sollte man eine private Berufsunfähigkeitsversicherung auch dann besitzen, wenn man im Büro arbeitet, als Pädagoge, kaufmännischer Angestellter oder wenn man einem anderen geistigen Beruf nachgeht? Die Antwort muss ganz klar lauten: natürlich, und zwar gerade dann. Das zeigt ganz frisch der „Report Berufsunfähigkeit“, den der Versicherer Swiss Life anhand tausender Kundendaten ausgewertet hat. Demnach sind psychische Erkrankungen mittlerweile Hauptursache, wenn ein privater Versicherer eine Berufsunfähigkeits-Rente auszahlt. 37 Prozent aller neu bewilligten Leistungen resultieren aus psychischen Erkrankungen.

Weniger häufig sind Ursachen, die aus körperlich schwerer Arbeit resultieren

Dem entgegen nimmt die Bedeutung jener Berufsunfähigkeits-Gründe ab, die aus einer schweren körperlichen Tätigkeit resultieren. Zu unterschätzen sind freilich auch diese nicht. Etwa jeder vierte Leistungsfall (24 Prozent) betrifft Erkrankungen des Bewegungsapparates als zweithäufigste Ursache. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Fliesenleger aufgrund seiner dauerhaften Arbeit am Boden kaputte Knie und einen kaputten Rücken hat. Weitere 14 Prozent resultieren aus Unfällen als dritthäufigster Ursache. Es folgen Krebs (neun Prozent), Herz-, Kreislaufkrankheiten (acht Prozent) sowie innere Erkrankungen mit vier Prozent aller Neurenten.

In diesen Zahlen spiegelt sich auch der Wandel der Arbeitswelt wider, ging doch der Anteil an „Malocherjobs“ in den letzten Jahren stetig zurück. Hingegen steigt die Bedeutung von Dienstleistungs- und geistiger Arbeit in unserer Gesellschaft und damit einhergehende Ursachen für Berufsunfähigkeit. Das zeigt auch der langfristige Trend. Bei BU-Leistungen aufgrund psychischer Erkrankungen gab es in den vergangenen zehn Jahren einen Anstieg um satte 40 Prozent. Auch wenn andere Studien teils leicht abweichende Zahlen zeigen, ist diese Entwicklung in allen untersuchten Statistiken nachweisbar.

Frauen unter 30 besonders oft wegen Psyche berufsunfähig

Teils zeigen sich auch deutliche Unterschiede bei den Geschlechtern. Laut Report ist das Risiko für Frauen deutlich höher, aufgrund psychischer Ursachen ihren Beruf aufgeben zu müssen. Sind doch für 44 Prozent der Frauen BU-Leistungen durch eine psychische Erkrankung verursacht, jedoch nur für 28 Prozent der Männer. 

Bei Frauen unter dreißig Jahren betrifft die Psyche sogar beinahe jeden zweiten Fall einer Berufsunfähigkeit. Dem entgegen sind Männer unter 30 weit stärker durch Unfälle bedroht: Sie betreffen 33 Prozent aller neuen BU-Fälle. Zum Vergleich: Bei jungen Frauen sind Unfälle nur für neun Prozent verantwortlich.

Wer einen geistigen Beruf ausübt, sollte sich folglich auch über den Schutz der Arbeitskraft informieren. Hier hilft ein Beratungsgespräch, den passenden Schutz bei den oft recht komplexen Tarifen zu finden.

Langfinger in Aktion

In der letzten Woche erzählte mir ein Betreiber eines Indoorspielplatzes, wie er auf der Kartbahn Kinder dabei beobachtet hat, wie diese neben den Minikarts halb auf dem Boden lagen.

Der Betreiber ist sofort dorthin gelaufen, weil er um das Wohl der Kinder besorgt war und Unfälle befürchtete.

Als er dort ankam staunte er nicht schlecht. Die kleinen Rabauken lagen halb unter den Karts, mit Armen wie Tentakeln griffen sie in die Radkästen der Karts und schlängelten sich bis zum Münzsammler und fingerten einen Taler nach dem nächsten aus dem Behälter.

Der Betreiber stellte die Schwerverbrecher auf frischer Tat. Da sie geständig waren und Reue zeigten, wurden sie der örtlichen Justiz (Eltern) übergeben, wo sie ihre gerechte Strafe erwarten.

Aber nicht immer geht die Verbrecherjagd so positiv aus. Immer wieder kommt es zu Einbrüchen, bei denen auch die münzbetriebenen Spielgeräte aufgebrochen und geleert werden. Schnell kommen Schäden von 5.000 € und mehr zusammen. Versicherungstechnisch sind hierbei zwei Dinge zu beachten:

a) In der Inhaltsversicherung müssen Münzautomaten und der Inhalt der Automaten ausdrücklich mit definierten Entschädigungsgrenzen eingeschlossen sein. Diese sind im Normalfal nämlich ausgeschlossen.

b) Die Höhe der gestohlenen Geldbeträge aus den Automaten muss gegenüber dem Versicherer nachgewiesen werden. Hierbei hilft ein regelmäßiges Entleerungsprotokoll, auf dem alle Barentnahmen der jeweiligen Automaten mit Datum dokumentiert werden.

Dann ist auch dieser Schaden versichert.

PS: Die Diebstähle der kleinen Rabauken sind übrigens ähnlich wie Ladendiebstähle nicht versicherbar. Auch nicht bei uns.

Prüf- und Rügepflichten

Gewährleistung: Das müssen Betriebe bei Warenlieferungen beachten

Wer Ware bei der Annahme nicht prüft, riskiert seine Gewährleistungsrechte. Denn Unternehmer sind laut Handelsgesetzbuch prüf- und rügepflichtig.

Bei einer Warenlieferung haben Unternehmen Gewährleistungsrechte gegenüber dem Lieferanten, wenn dieser mangelhafte Ware liefert.

Um von diesen Rechten überhaupt Gebrauch machen zu können, müssen die Betriebe bei der Warenlieferung ihren Pflichten nachkommen. Das heißt, sie müssen die Ware prüfen und mangelhafte Ware gegebenenfalls rügen. Herausforderung: Die Rechtsprechung setzt hohe Maßstäbe an die Prüf- und Rügepflichten nach Paragraf 377 im Handelsgesetzbuch.

Laut Paragraf 377 des Handelsgesetzbuchs (HGB) müssen Kaufleute Ware auf Mängel prüfen, sobald sie vom Lieferanten gebracht wird. Wer den Prüf- und Rügepflichten nicht nachkommt, genehmigt die Ware automatisch.

Die Folge: Entdeckt der Käufer später bei der Ware einen Mangel, den er bereits bei rechtzeitiger Kontrolle hätte erkennen müssen, verliert er gegenüber dem Lieferanten seine Gewährleistungsrechte. Deshalb müssen Betriebe ihre Prüf- und Rügepflichten ernst nehmen. Auch Gerichte setzen sowohl an die Prüf- als auch an die Rügepflicht strenge Maßstäbe.

In der Praxis kommt es oft vor, dass ein großer Abnehmer von seinen kleineren Zuliefe-rern verlangt, auf diese Prüf- und Rügepflichten zu verzichten und der Zulieferer stattdessen zu einer Warenausgangskontrolle verpflichtet wird. Doch Vorsicht ! Dieses Vorgehen sollte mit dem Haftpflichtversicherer abgestimmt werden, weil der Zulieferer damit vertraglich die Haftung erweitert, was i.d.R. nicht über die Betriebshaftpflichtversicherung versichert ist.

Cyberschutz für Freizeitbetriebe

Schadenfälle aus der Praxis – es kann jeden treffen

Eine Betriebsunterbrechung ist für jedes Unternehmen der Super-GAU. Auch für Sport- und Freizeitbetriebe. Mittlerweile ist ein Cyber- oder Hackerangriff eine der größten Gefahren. Die nachfolgenden Beispiele verdeutlichen das Risiko für alle Berufsbranchen.

Ein Bowlingcenter mit einem Online-Buchungssystem wurde durch eine Kreditkartenfirma auf Unregelmäßigkeiten und Datendiebstähle auf seiner Website hingewiesen. Mit dem Verdacht wurde unverzüglich ein Forensik- Dienstleister beauftragt, die Schadenursache zu recherchieren und die Systeme zu bereinigen. Gleichzeitig wurde das Online-Buchungssystem geschlossen, ein Betriebsausfall war also die Folge. Die nächste Maßnahme war, ein Krisenmanagement mit Anwälten für IT- und Datenschutzrechte sowie PR-Spezialisten zur Minimierung des Imageschadens aufzustellen. Die betroffenen Kunden wurden über den Datendiebstahl informiert und haben von der Kreditkartenfirma neue Kreditkarten erhalten.

In einem großen Sportcenter war an einem Morgen beim Hochfahren des Betriebssystems klar, dass etwas nicht stimmt: Die Verknüpfung der PCs mit dem Server war nicht möglich.
Der IT-Berater stellte schnell fest, dass ein Verschlüsselungstrojaner Ursache für die Probleme war, und nahm sofort das System vom Netz. Die gesamte EDV-Anlage wurde neu konfiguriert und die letzten Backups installiert. Alle Profile und Zugänge mussten neu eingerichtet werden. Die Kosten – Arbeitsleistung des IT-Beraters inklusive Nacht- und Wochenendzuschlägen über einen Zeitraum von drei Wochen – beliefen sich auf 50.000 Euro.

Die IP-Telefonanlage eines Hotels wurde gehackt. Am Wochenende wurde über die ungeschützte Telefonanlage massenhaft in die Welt telefoniert. Die angefallenen Kosten wurden von dem Telefonanbieter in Rechnung gestellt. Die gute Nachricht: Datenmanipulation und Telefonmehrkosten sind mitversicherbar.

Fazit: Eine gute Cyberschutzversicherung schützt Sie vor Eigen- und Drittschäden und übernimmt auch die Kosten für Serviceleistungen externer Dienstleister.

Cyberschutz für Unternehmen

Schadenfälle aus der Praxis – es kann jeden treffen

Eine Betriebsunterbrechung ist für jedes Unternehmen der Super-GAU. Mittlerweile ist ein Cyber- oder Hackerangriff eine der größten Gefahren. Die nachfolgenden Beispiele verdeutlichen das Risiko für alle Berufsbranchen.

Ein Internet-Shop-Betreiber wurde durch eine Kreditkartenfirma auf Unregelmäßigkeiten und Datendiebstähle auf seiner Website hingewiesen. Mit dem Verdacht wurde unverzüglich ein Forensik- Dienstleister beauftragt, die Schadenursache zu recherchieren und die Systeme zu bereinigen. Gleichzeitig wurde der Shop geschlossen, ein Betriebsausfall war also die Folge. Die nächste Maßnahme war, ein Krisenmanagement mit Anwälten für IT- und Datenschutzrechte sowie PR-Spezialisten zur Minimierung des Imageschadens aufzustellen. Die betroffenen Kunden wurden über den Datendiebstahl informiert und haben neue Kreditkarten erhalten.

In einer Baufirma war an einem Morgen beim Hochfahren des Betriebssystems klar, dass etwas nicht stimmt: Die Verknüpfung der PCs mit dem Server war nicht möglich.
Der IT-Berater stellte schnell fest, dass ein Verschlüsselungstrojaner Ursache für die Probleme war, und nahm sofort das System vom Netz. Die gesamte EDV-Anlage wurde neu konfiguriert und die letzten Backups installiert. Alle Profile und Zugänge mussten neu eingerichtet werden. Die Kosten – Arbeitsleistung des IT-Beraters inklusive Nacht- und Wochenendzuschlägen über einen Zeitraum von drei Wochen – beliefen sich auf 100.000 Euro.

Die IP-Telefonanlage einer Volkshochschule wurde an einem Freitagabend nach Schulschluss gehackt. An dem Wochenende wurde über die ungeschützte Telefonanlage massenhaft in die Welt telefoniert. Die angefallenen Kosten wurden von dem Telefonanbieter in Rechnung gestellt. Die gute Nachricht: Datenmanipulation und Telefonmehrkosten sind mitversicherbar.

Fazit: Eine gute Cyberschutzversicherung schützt Sie vor Eigen- und Drittschäden und übernimmt auch die Kosten für Serviceleistungen externer Dienstleister.

Risikozuschläge in der privaten Krankenversicherung

Risikozuschläge in der privaten Krankenversicherung

Risikozuschläge werden vereinbart, wenn bei Antragsstellung aufgrund einer akuten oder chronischen Erkrankung die Übernahme des Antrags zu normalen Bedingungen nicht möglich war. Vereinbarte Risikozuschläge müssen jedoch wieder herausgenommen werden, wenn das erhöhte Risiko weggefallen oder bedeutungslos geworden ist. Dies kann im Einzelfall deutlich mehr als 100 € pro Monat Einsparung bedeuten.

Die Regelung findet sich im §41 VVG. „Ist wegen bestimmter gefahrerhöhender Umstände eine höhere Prämie vereinbart und sind diese Umstände nach Antragstellung des Versicherungsnehmers oder nach Vertragsschluss weggefallen oder bedeutungslos geworden, kann der Versicherungsnehmer verlangen, dass die Prämie ab Zugang des Verlangens beim Versicherer angemessen herabgesetzt wird“.

Diese Regelung gilt im Übrigen auch für die Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen, und sogar für alle sonstigen Versicherungen, die einen Risikozuschlag enthalten können.

Wenn Sie einen Vertrag mit Risikozuschlag haben, dann prüfen wir gerne gemeinsam, ob dieser Zuschlag noch Relevanz hat.

Die Folgen eines Feuers in der Produktionskette

Ertragsausfall

Wenn es zu einer Betriebsunterbrechung in einem produzierenden Betrieb kommt, ist die Dauer des Betriebsstillstands entscheidend. Aber auch ein Produktionsausfall beim Zulieferer oder bei weiterverarbeitenden Unternehmen muss einkalkuliert werden.Gewerbebetriebe wie auch Privathaushalte sollten unbedingt behördliche Vorschriften und Obliegenheiten im Versicherungsvertrag beachten.

Für produzierende Unternehmen ist die Versicherung eines Betriebsunterbrechungsschadens unerlässlich. Kommt es durch einen versicherten Sachschaden zu einem Produktionsstillstand, übernimmt diese für die Dauer der üblichen 12-monatigen Haftzeit den entgangenen Gewinn und die fortlaufenden Fixkosten. Doch schadenbedingte Gutachten, Auflagen von Umwelt- und Baubehörden sowie mögliche Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft dauern erfahrungsgemäß länger.

Heutzutage sollte daher eine überjährige Haftzeit von mindestens 18 bis 36 Monaten vereinbart werden.

Kommt es beim Zulieferer oder bei weiterverarbeitenden Unternehmen zu einem versicherten Sachschaden, können auch Sie einen Produktionsausfall erleiden. Bei sogenannten Rückwirkungsschäden handelt es sich um eine Betriebsunterbrechung durch einen versicherten Sachschaden in einem fremden, nicht dem Versicherungsnehmer gehörenden Betrieb.

Wenn Sie als Hersteller Maschinenteile von einer Spezialfirma beziehen, diese aber durch einen Feuerschaden nicht mehr liefern kann und Sie keinen adäquaten Ersatz beziehen können, handelt es sich um einen Zulieferer- Rückwirkungsschaden.

Das Gleiche gilt für Sie als Hersteller von Halbfertigprodukten. Wenn dem Abnehmer Ihrer Produkte durch einen Feuerschaden eine Weiterverarbeitung nicht möglich ist, entsteht Ihnen ein Abnehmer-Rückwirkungsschaden.

Rückwirkungsschäden müssen daher gesondert versichert werden.

Überprüfung der elektrischen Anlagen (E-Check)

Feuerversicherung

Gewerbebetriebe wie auch Privathaushalte sollten unbedingt behördliche Vorschriften und Obliegenheiten im Versicherungsvertrag beachten.

Eine dieser Vorschriften ist die Überprüfung der elektrischen Anlagen in regelmäßigen Abständen. Je nach Art des Gewerbebetriebes muss die Überprüfung jährlich oder auch alle zwei Jahre durchgeführt werden. Die Anforderungen aus dem Versicherungsvertrag können dabei sogar über behördliche Anforderungen hinausgehen. Es empfiehlt sich daher eine Rücksprache mit dem Versicherer.

Aber auch bei privaten Versicherungen kann ein E-Check empfehlenswert sein. Es gibt zwar im privaten Bereich keine verbindliche rechtliche Verpflichtung, aber auch keine einheitliche Rechtsprechung. Werden beispielsweise Störungen ignoriert oder die anerkannten Regeln der Technik missachtet, kann der Versicherer auch in privaten Verträgen die Leistung kürzen!