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Kommt die Elementarschaden-Pflichtversicherung?

Die katastrophalen Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben auch die Debatte über eine Elementarschaden-Pflichtversicherung neu entfacht. Denn allein eine Wohngebäudeversicherung reicht eben nicht aus, um das Eigenheim gegen die Gefahren von Flut und Hochwasser abzusichern. Besser ist aber, man sorgt gleich vor: Denn das Gros der Häuser in Deutschland ist nach wie vor versicherbar.

Die Hochwasserkatastrophe, die im Juli über Teile Deutschlands hereinbrach, war eine der schwersten Naturkatastrophen in Mitteleuropa seit Jahrzehnten. 184 Menschen verloren ihr Leben, doch auch der finanzielle Schaden ist immens. So stehen viele Betroffene vor dem Nichts: Tausende Häuser wurden zerstört oder unbewohnbar. Die Versicherungswirtschaft schätzt den Schaden auf 5,5 Milliarden Euro.

Das hat auch die Debatte über eine mögliche Pflichtversicherung neu entfacht. Der Hintergrund: Eine „einfache“ Wohngebäudeversicherung kommt für die Schäden durch Hochwasser und Überschwemmungen nicht auf. Hierfür ist ein extra Elementarschutz notwendig. Dieser ist aber speziell in Hochwasser-Risikogebieten nicht so einfach zu haben bzw. sehr teuer, wenn sich das Haus in der höchsten Hochwasser-Gefährdungszone Zürs4 befindet. In den Gebieten, die besonders durch Tief „Bernd“ betroffen waren, hatten teils nur 30 Prozent der Hausbesitzer einen Elementar-Schutz.

Die Idee ist nun, dass das Risiko leichter zu versichern ist, wenn sich alle absichern müssen: und das Risiko so auf mehr Schultern verteilt wird. So fordern unter anderem die Verbraucherzentralen eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden, aber auch Politiker mehrerer Parteien haben sich entsprechend geäußert. Tatsächlich gibt es in einigen Nachbarstaaten Vorbilder hierfür: So sehen etwa mehrere Kantone in der Schweiz eine Versicherungspflicht für Allgefahren vor. Auch in Frankreich gibt es eine Elementar-Pflicht: Dort zahlen Neukunden automatisch einen Aufpreis von zwölf Prozent.

Viele Stimmen gegen Versicherungspflicht

Doch ob in Deutschland eine solche Pflicht durchsetzbar ist, ist ungewiss. Denn es gibt auch viele Gegenstimmen. Nicht zuletzt die Versicherungswirtschaft spricht sich gegen eine verpflichtende Elementarschaden-Versicherung aus. Übrigens mit guten Gründen. Sie gibt zu bedenken, dass diese Fehlanreize setzen würde, in besonders gefährdeten Regionen zu bauen, und auch den Hochwasserschutz zu umgehen, z. B. durch die Versiegelung von Flächen, die man eigentlich benötigt, um das Wasser abfließen zu lassen. Dann müssten die Versicherer und Beitragszahler mit dafür zahlen, wenn Häuser und Siedlungen falsch geplant werden. Hier sei es besser, erst gar nicht in besonders gefährdeten Regionen zu bauen.

Deshalb sollten Hausbesitzer selbst aktiv werden und den dringend benötigten Elementarschutz abschließen. Auch, weil das Gros der Bundesländer seit dem 1. Juli 2019 keine Soforthilfen mehr gewährt, wenn man nach einem Hochwasser nicht nachweisen kann, sich aktiv um Schutz bemüht zu haben. Ein solcher Nachweis gelingt unter anderem mit dem Beratungsprotokoll eines Versicherungsvermittlers. Zwar haben die Landesregierungen nach der jüngsten Katastrophe – aufgrund ihrer Schwere – auch Hauseigentümern geholfen, die keinen solchen Vertrag hatten. Aber in Bayern bekamen sie zum Beispiel weniger Soforthilfe als jene Betroffenen mit Elementarschadenversicherung.

Bedroht von Hochwasser sind übrigens nicht nur Regionen, die in einem Tal gelegen sind oder an einem Gewässer. Stichwort Starkregen: Der kann überall in Deutschland auftreten und für schwere Überschwemmungen sorgen, so warnt die Versicherungswirtschaft.

„Der Cyberangriff hat uns die Existenz genommen“

Bereits ein einziger erfolgreicher Hackerangriff kann ein mittelständisches Unternehmen in den Ruin treiben. Doch beim produzierenden Gewerbe in Deutschland sei die Bedrohung noch nicht angekommen, zeigt eine forsa-Umfrage unter kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Kundenkontakte, E-Mail-Adressen, Termine sowie Daten für Maschinen und Produkte: An all das kam im Mai 2019 beim Schweizer Fensterhersteller Swisswindows niemand mehr heran. Alle 120 Server des Unternehmens waren mit dem Erpresser-Trojaner Ryuk infiziert; die Daten komplett verschlüsselt.

Nachdem der Betrieb über einen Monat stillstand, kamen Vertragsstrafen hinzu und Neuaufträge blieben aus. Sieben Monate nach der Hackerattacke musste die Firma Konkurs anmelden. „Der Cyberangriff hat uns die Existenz genommen“, konstatierte Nesa Meta, Geschäftsführer des Unternehmens.

Doch Beispiele wie dieses haben das Risikobewusstsein im produzierenden Gewerbe nicht entscheidend genug verändert. Zumindest nicht, was die Risikoeinschätzung für den eigenen Betrieb betrifft. Zu diesem Ergebnis kommt eine forsa-Umfrage, für die 500 Entscheider aus der aus Maschinenbau-, Elektro-, Chemie- und Lebensmittelindustrie sowie der Kunststoffverarbeitung befragt wurden.

So stimmten zwar 56 Prozent der Befragten folgender Aussage zu: „Ich halte das Risiko von Cyberkriminalität für meine Branche für hoch oder sehr hoch.“ Doch nur 42 Prozent stufen das Risiko einer Cyberattacke für den eigenen Betrieb als hoch oder sehr hoch ein.

Warum das so ist? 77 Prozent der befragten KMU geben an, dass ihre Systeme „umfassend geschützt“ seien. Die Unternehmen wiegen sich also in vermeintlicher Sicherheit. Das zeigen auch diese Antworten:

„Unser Unternehmen ist zu klein, um in den Fokus von Cyberkriminellen zu geraten“ (62 Prozent)

„Unsere Daten sind für Cyberkriminelle nicht interessant“ (55 Prozent)

„Unser Unternehmen war noch nie Opfer von Cyberangriffen“ (54 Prozent)

Ansichten, die sich bitter rächen können, wie das eingangs erwähnte Beispiel zeigt. Notfallkonzepte und entsprechende Vereinbarungen mit IT-Dienstleistern sollten zum Standard gehören. Auch Folgekosten für die Wiederherstellung der Daten, Rechtsberatung und Krisenkommunikation sollten berücksichtigt werden. Denn mittlerweile beziffern Bundeskriminalamt (BKA) und der IT-Branchenverband Bitkom die Schäden durch Hacker in der gesamten deutschen Wirtschaft auf hochgerechnet 103 Milliarden Euro (2019).

BAUHERREN-RECHTSSCHUTZ? JA, DAS IST MÖGLICH!

Machen wir es kurz: ÖRAG hat den einzigen wirklich vollwertigen Bauherren-Rechtsschutz am gesamten deutschen Markt.

Natürlich ist uns bewusst, dass ARAG in ihrem Aktiv Premium ebenfalls eine Bauherren-Deckung mit 10.000 Euro Deckungssumme bietet. Das ist bereits eine wertige Lösung, doch wieviel sind von der hier gebotenen Deckungssumme nach Anwaltsschriftwechseln, Klageeinreichung und einem Baugutachten noch übrig? In der Juristerei können 10.000 Euro schnell aufgebraucht sein – vielleicht etwas zu schnell für wirklich große Streitfälle, die es bei einem Hausbau geben kann.

Mit den bei ÖRAG gebotenen 100.000 Euro Deckungssumme sind Sie definitiv auf der sicheren Seite.

Um einen entsprechenden Vertrag erfolgreich beantragen zu können, muss

  • das Antragsdatum des Rechtsschutzvertrags vor dem Beginn der Bau- bzw. Sanierungsmaßnahme liegen
  • beim Erwerb über einen Bauträger das Antragsdatum vor dem Datum des notariellen Kaufvertrages liegen
  • das Objekt frei von Denkmalschutzauflagen sein/nicht unter Denkmalschutz stehen
  • die Bau-/Kaufsumme bei bis 2 Mio. Euro liegen
  • die Finanzierung über eine Sparkasse laufen oder es noch ein weiterer Versicherungsvertrag im Zusammenhang mit der Immobilie bei der Sparkassenversicherung bestehen, zum Beispiel auch die Privat-Verkehrs-Haus-Berufsrechtsschutzversicherung der ÖRAG.

Also alles grundsätzlich meisterbare Hürden für den durchschnittlichen Bauherren bzw. Immobilienerwerber.

Denn der Bauherren-RS der ÖRAG deckt nicht nur neue Bauvorhaben, sondern darüber hinaus auch:

  • Erwerb einer Wohnimmobilie
  • Um- und Ausbau einer vorhandenen Wohnimmobilie
  • Gebäudesanierung
  • Erwerb eines zu Bauzwecken bestimmten Grundstücks
  • Planung oder Errichtung von Gebäuden oder Gebäudeteilen sowie sonstiger baulicher Anlagen, die sich im Eigentum oder Besitz des Versicherungsnehmers befinden oder die dieser zu erwerben beabsichtigt

Und es muss nicht unbedingt das ständig selbstbewohnte Haus bzw. die Eigentumswohnung sein. Auch Ferienhäuser oder Mehrfamilienhäuser bis vier Wohneinheiten sind so absicherbar.

Auf eine Wartezeit wird übrigens ganz rechtsschutzuntypisch verzichtet.

Bedenkt man die Alleinstellung am Markt und die in der Summe anfallenden Baukosten, bleibt so ein Rechtsschutzvertrag auch preislich im Rahmen.

Für weitere Details und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Schneelasten gefährden Gebäude: Guter Versicherungsschutz ist wichtig!

Schnee auf Dächern kann zum Risiko für Häuser, Autos und Menschen werden. Das trifft umso mehr zu, je nasser der Schnee ist. Aus diesem Grund informiert die Verbraucherseite des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) auch aktuell darüber, welche Versicherung für was leistet – und erinnert an den notwendigen Abschluss einer Elementarschadenversicherung.

Die Gefahr nicht unterschätzen

Schnee belastet Dachkonstruktionen teils erheblich, wie neben dem GDV auch der TÜV Rheinland warnt. Und die Last, unter der die Dächer ächzen, kann sich durch wechselndes Wetter schnell vergrößern. Denn Pulverschnee wiegt weitaus weniger als nasser Schnee. Und wechseln Schnee- und Tauperioden schnell ab, entstehen laut TÜV Rheinland schnell jene tückischen Überlasten, die einer Dachkonstruktion zum Verhängnis werden.

Anschaulich wird die Gefahr durch folgende Zahlen der Experten: 10 Zentimeter Pulverschnee wiegen pro Quadratmeter etwa 10 Kilogramm. Die gleiche Menge Nassschnee wiegt bereits bis zu 40 Kilogramm. Gefriert der Schnee zu Eis, erhöht sich das Gewicht auf bis zu 90 Kilogramm – und das pro Quadratmeter, wie der TÜV Rheinland warnt.

Häuser mit Flachdächern besonders gefährdet

Je nach Menge und abhängig von der Witterung wird eine zunächst unkritische Schneedecke damit schnell zu einer tonnenschweren Belastung. Zwar sind schwere Unglücke wie bei der Sporthalle in Bad Reichenhall, als 15 Menschen beim Einsturz der Hallendecke starben, eher selten. Dennoch veranschaulichen sie die drohende Gefahr.

Besonders gefährdet sind Häuser mit Flachdächern. Im Gegensatz zu steilen Dächern kann der Schnee hier nicht abrutschen, sondern sammelt sich mit seinem gesamten Gewicht. Aber auch für Scheddächer besteht eine große Gefahr. Denn mehrere Dächer reihen sich hier hintereinander – und in den Vertiefungen sammelt sich ebenfalls viel Schnee.

Elementarschadenversicherung ist wichtig

Welche Versicherung aber kommt für Schäden auf, sobald eine hohe Schneelast ein Gebäude beschädigt oder ein Dach zum Einsturz bringt? Entgegen weitläufiger Irrtümer reicht hierfür eine einfache Wohngebäudeversicherung nicht aus. Stattdessen muss eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden – diese sichert Gebäude auch vor Naturgefahren ab.

Die Elementarschadenversicherung gibt es als Zusatzbaustein für die Wohngebäude- oder die Hausratversicherung. Der Versicherungsschutz umfasst nicht nur Schäden durch Schnee und Lawinen, sondern auch durch Sturm, Hagel, Blitz und Starkregen. Auch für Überschwemmungsschäden ist die Elementarschadenversicherung ein nötiger Schutz. Hausbesitzer sind gut beraten, ihr Wohneigentum gegen alle diese Wetterrisiken abzusichern, informiert der GDV.

Autofahrer: Mit Vollkasko gut vor Lawinenschäden abgesichert

Für Autofahrer gilt: Mit einer Kfz-Vollkaskoversicherung ist man auf der sicheren Seite. Denn diese leistet, sobald ein Auto durch eine Dachlawine beschädigt wurde. Geringer ist der Versicherungsschutz durch eine Teilkaskoversicherung – diese leistet nur für beschädigte Autoscheiben. Aber was ist, wenn man über gar keinen Kasko-Schutz verfügt?

Man könnte an dieser Stelle einwenden: Haften denn nicht die Hausbesitzer für Schäden durch herabfallenden Schnee? Dies trifft allerdings nur zu, sobald der Hausbesitzer seiner Verkehrssicherungspflicht nicht nachgekommen ist. Vor Gericht aber lasse sich eine solche Pflichtverletzung nur schwer beweisen.

Haftpflichtversicherung leistet, wenn eine fremde Person zu Schaden kommt

Wird eine fremde Person durch einen Schneerutsch verletzt, weil der Hausbesitzer Sicherungspflichten vernachlässigt hat, dann springt die Haftpflichtversicherung ein. Bei vermieteten Häusern ist der Abschluss einer Haus- oder Grundbesitzerhaftpflicht erforderlich.

Vorsicht beim Schneeräumen

Freilich: Ein Freibrief dafür, die Sicherungspflichten zu verletzten, ist dieser Versicherungsschutz nicht – schon deswegen nicht, weil die Vernachlässigung im schlimmsten Fall das Dach und das Gebäude gefährdet. Denn auf der sicheren Seite ist nur, wer das Dach von Schnee befreit.

Wer selbst sein Dach säubern will, muss extra vorsichtig sein. Die Räumung sollte abschnittsweise und von verschiedenen Seiten erfolgen, damit es nicht zu Stabilitätsproblemen durch eine einseitige Belastung kommt. Auch sollte sich selbst der Wagemutigste nicht ungesichert auf das Dach begeben – bedeuten doch Schnee und Eis auch Rutschgefahr. Hier ist es besser, auf professionelle Hilfe zurückzugreifen oder das Dach von Luken oder von einer Hebebühne aus zu säubern.

Schneelasten gefährden Gebäude: Guter Versicherungsschutz ist wichtig

Schnee auf Dächern kann zum Risiko für Häuser, Autos und Menschen werden. Das trifft umso mehr zu, je nasser der Schnee ist. Aus diesem Grund informiert die Verbraucherseite des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) auch aktuell darüber, welche Versicherung für was leistet – und erinnert an den notwendigen Abschluss einer Elementarschadenversicherung.

Die Gefahr nicht unterschätzen

Schnee belastet Dachkonstruktionen teils erheblich, wie neben dem GDV auch der TÜV Rheinland warnt. Und die Last, unter der die Dächer ächzen, kann sich durch wechselndes Wetter schnell vergrößern. Denn Pulverschnee wiegt weitaus weniger als nasser Schnee. Und wechseln Schnee- und Tauperioden schnell ab, entstehen laut TÜV Rheinland schnell jene tückischen Überlasten, die einer Dachkonstruktion zum Verhängnis werden.

Anschaulich wird die Gefahr durch folgende Zahlen der Experten: 10 Zentimeter Pulverschnee wiegen pro Quadratmeter etwa 10 Kilogramm. Die gleiche Menge Nassschnee wiegt bereits bis zu 40 Kilogramm. Gefriert der Schnee zu Eis, erhöht sich das Gewicht auf bis zu 90 Kilogramm – und das pro Quadratmeter, wie der TÜV Rheinland warnt.

Häuser mit Flachdächern besonders gefährdet

Je nach Menge und abhängig von der Witterung wird eine zunächst unkritische Schneedecke damit schnell zu einer tonnenschweren Belastung. Zwar sind schwere Unglücke wie bei der Sporthalle in Bad Reichenhall, als 15 Menschen beim Einsturz der Hallendecke starben, eher selten. Dennoch veranschaulichen sie die drohende Gefahr.

Besonders gefährdet sind Häuser mit Flachdächern. Im Gegensatz zu steilen Dächern kann der Schnee hier nicht abrutschen, sondern sammelt sich mit seinem gesamten Gewicht. Aber auch für Scheddächer besteht eine große Gefahr. Denn mehrere Dächer reihen sich hier hintereinander – und in den Vertiefungen sammelt sich ebenfalls viel Schnee.

Elementarschadenversicherung ist wichtig

Welche Versicherung aber kommt für Schäden auf, sobald eine hohe Schneelast ein Gebäude beschädigt oder ein Dach zum Einsturz bringt? Entgegen weitläufiger Irrtümer reicht hierfür eine einfache Wohngebäudeversicherung nicht aus. Stattdessen muss eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden – diese sichert Gebäude auch vor Naturgefahren ab.

Die Elementarschadenversicherung gibt es als Zusatzbaustein für die Wohngebäude- oder die Hausratversicherung. Der Versicherungsschutz umfasst nicht nur Schäden durch Schnee und Lawinen, sondern auch durch Sturm, Hagel, Blitz und Starkregen. Auch für Überschwemmungsschäden ist die Elementarschadenversicherung ein nötiger Schutz. Hausbesitzer sind gut beraten, ihr Wohneigentum gegen alle diese Wetterrisiken abzusichern, informiert der GDV.

Autofahrer: Mit Vollkasko gut vor Lawinenschäden abgesichert

Für Autofahrer gilt: Mit einer Kfz-Vollkaskoversicherung ist man auf der sicheren Seite. Denn diese leistet, sobald ein Auto durch eine Dachlawine beschädigt wurde. Geringer ist der Versicherungsschutz durch eine Teilkaskoversicherung – diese leistet nur für beschädigte Autoscheiben. Aber was ist, wenn man über gar keinen Kasko-Schutz verfügt?

Man könnte an dieser Stelle einwenden: Haften denn nicht die Hausbesitzer für Schäden durch herabfallenden Schnee? Dies trifft allerdings nur zu, sobald der Hausbesitzer seiner Verkehrssicherungspflicht nicht nachgekommen ist. Vor Gericht aber lasse sich eine solche Pflichtverletzung nur schwer beweisen.

Haftpflichtversicherung leistet, wenn eine fremde Person zu Schaden kommt

Wird eine fremde Person durch einen Schneerutsch verletzt, weil der Hausbesitzer Sicherungspflichten vernachlässigt hat, dann springt die Haftpflichtversicherung ein. Bei vermieteten Häusern ist der Abschluss einer Haus- oder Grundbesitzerhaftpflicht erforderlich.

Vorsicht beim Schneeräumen

Freilich: Ein Freibrief dafür, die Sicherungspflichten zu verletzten, ist dieser Versicherungsschutz nicht – schon deswegen nicht, weil die Vernachlässigung im schlimmsten Fall das Dach und das Gebäude gefährdet. Denn auf der sicheren Seite ist nur, wer das Dach von Schnee befreit.

Wer selbst sein Dach säubern will, muss extra vorsichtig sein. Die Räumung sollte abschnittsweise und von verschiedenen Seiten erfolgen, damit es nicht zu Stabilitätsproblemen durch eine einseitige Belastung kommt. Auch sollte sich selbst der Wagemutigste nicht ungesichert auf das Dach begeben – bedeuten doch Schnee und Eis auch Rutschgefahr. Hier ist es besser, auf professionelle Hilfe zurückzugreifen oder das Dach von Luken oder von einer Hebebühne aus zu säubern.

Ab dem 1. März dürfen Mopeds nur noch mit blauem Kennzeichen auf die Straße

Kaum jemand denkt bei den aktuellen Witterungsbedingungen ans Mopedfahren. Doch deshalb riskieren Zweirad-Fans, ein wichtiges Datum zu verpassen. Am 1. März müssen die neuen, blauen Kennzeichen montiert sein!

Aktuell beherrscht Tief „Tristan“ große Teile der Republik: Es bringt nicht nur zweistellige Minustemperaturen mit sich, sondern vielerorts auch Schneeverwehungen. Da denken sicher die wenigsten ans Mopedfahren: Schließlich stecken schon die Autos im Schnee fest, sogar der Nahverkehr musste in manchen Regionen eingestellt werden. Und doch sollten die Fans der motorisierten Flitzer in diesem Monat noch tätig werden, wenn sie bei besseren Temperaturen bald wieder fahren wollen.

Grund ist, dass am 1. März die neue Mopedsaison startet. Und dann müssen, wie in jedem Jahr, neue Nummernschilder angebracht werden. Diesmal heißt es: aus Schwarz wird Blau. Denn wer weiterhin mit schwarzem Nummernschild fährt, riskiert viel. Ohne gültiges Kennzeichen fahren ist mehr als nur ein Kavaliersdelikt. Nicht nur begehen die Fahrer eine Straftat — bei einem selbst verschuldeten Unfall müssen sie auch die Kosten für Haftpflichtschäden selbst tragen.

Wer dann eine dritte Person schädigt, sodass sie dauerhaft gesundheitlich beeinträchtigt ist, sieht sich schnell hohen Schulden gegenüber. Die Gerichte verhängten zuletzt hohe Strafen, die im sechs- oder siebenstelligen Bereich liegen können. Schließlich muss bei einer dauerhaften Behinderung nicht nur Schmerzensgeld an den Geschädigten gezahlt werden – obendrein kommen noch Kosten für Lohnausfall, Medikamente, Reha, eine Rente etc. Zur Erinnerung: Der Verursacher haftet mit seinem gesamten Vermögen!

Deshalb ist es wichtig, das Datum nicht zu verschlafen. Wenn dann doch die erste Frühlingssonne zum Ausflug lockt, sollte man besagtes blaues Nummernschild bereits angebracht haben. Die Versicherungspflicht mit einem Mofa-Kennzeichen gilt unter anderem für folgende Fahrzeuge:

Kleinkrafträder wie Mofas und Mopeds, die nicht mehr als 50 Kubikzentimeter Hubraum haben und nicht schneller als 45 Stundenkilometer fahren

Elektrofahrräder mit einer Tretunterstützung bei Geschwindigkeiten über 25 km/h oder einer tretunabhängigen Motorunterstützung über 6 km/h bis max. 45 km/h

Segways und ähnliche Mobilitätshilfen mit elektrischem Antrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h

E-Scooter

Um das neue Schild zu erhalten, ist in der Regel nur ein Schreiben oder eine anderweitige Kontaktaufnahme bei dem Versicherer notwendig, der dann das Kennzeichen ausstellt. Denn eine Pflicht zur amtlichen Zulassung besteht nicht. Man muss folglich nicht extra eine Zulassungsstelle ansteuern: eine gute Nachricht in Corona-Zeiten. Vielfach bieten die Versicherer die Gelegenheit, das neue Schild für das flinke Gefährt einfach online zu beantragen.

Es empfiehlt sich, die Betriebserlaubnis mit sich zu führen, um sich gegenüber der Polizei als rechtmäßiger Eigentümer auszuweisen. Hingegen ist es keine gute Idee, diese im Helmfach aufzubewahren: Wird das Moped geklaut, hat die Erlaubnis dann auch der Dieb quasi mitgeliefert bekommen. Das kann sogar Ärger geben, wenn man den Diebstahl gegenüber dem Versicherer anzeigen will. Damit auch der Diebstahl mitversichert ist, benötigt man übrigens einen Teilkasko-Schutz. Und das ist ratsam, denn im Verhältnis zur Zahl der zugelassenen Fahrzeuge werden Mopeds und Mofas noch öfter entwendet als Autos.

Wohnimmobilie: Wann lohnt sich eine Verrentung?

Die Rente ist knapp aber Neben- und Instandhaltungskosten steigen. Lohnt sich dann ein Verrentungsmodell für die eigene Wohnimmobilie? Welche Möglichkeiten es gibt und worauf dabei geachtet werden sollte.

In den Metropolregionen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf klettern die Immobilienpreise. Allein vom 2. Quartal 2019 bis zum 2. Quartal 2020 verzeichnete das Statistische Bundesamt in den genannten Städten einen Preisanstieg bei Eigentumswohnungen um 6,1 Prozent, bei Ein- und Zweifamilienhäusern waren es sogar 6,5 Prozent. 

Vor diesem Hintergrund kann die Verrentung der Immobilie für Eigentümer eine interessante Möglichkeit sein. Bei solchen Modellen verkauft der Eigentümer zwar sein Haus oder seine Wohnung, behält aber ein lebenslanges Wohnrecht. Der Verkaufserlös wird in Form einer monatlichen Rente ausbezahlt. 

Am Markt werden verschiedene Verrentungsmodelle angeboten. Doch gleich, für welches Modell sich ein Eigentümer interessiert: Ein fundiertes Wertgutachten bildet die wichtigste Entscheidungsgrundlage. 

Verschiedene Modelle zur Immobilien-Verrentung

Zeitrente: Der Kaufpreis gilt nach einem zuvor festgelegten Zahlungszeitraum als getilgt. Im Todesfall des Verkäufers, wird der monatliche Zahlbetrag bis Laufzeitende an die Erben entrichtet. 

Leibrente: Bei diesem Modell endet die monatliche Zahlung bei Tod des Verkäufers. 

Solche Verrentungs-Varianten können sehr individuell ausgestaltet werden: Etwa der Zeitpunkt der Immobilienübergabe oder dem Beginn der Rentenzahlung. Das Wohnrecht kann auch zeitlich begrenzt werden. 

Findet die Immobilienverrentung auf Nießbrauchsbasis statt, kann das Wohnrecht auch wirtschaftlich genutzt werden, indem das betreffende Objekt vermietet wird. 

Möglich sind auch Verkäufe mit Rückvermietung. Der Verkäufer erhält dabei eine Einmalzahlung und mietet künftig seine alte Wohnung. Dabei sind Mieterhöhungen ausgeschlossen. 

Soll für den Verkäufer oder dessen Erben ein Rückkaufrecht gesichert werden, kann sich eine Verrentung durch Teilverkauf anbieten. Der Immobilienverkäufer erhält dabei ein lebenslanges Nießbrauchsrecht, ist weiterhin für die Instandhaltung der Immobilie verantwortlich und entrichtet einen monatlichen Nießbrauchszins an den Käufer.

Der “Abmahnschutz”

Jeder zweite Händler wurde bereits einmal abgemahnt. Das ist nicht nur teuer, sondern kostet zusätzlich auch viel Zeit und Nerven. Es gibt nun endlich einen Versicherungsschutz speziell für den Onlinehandel, der die Kosten von Abmahnungen z.B. bei Urheberrechts- oder Wettbewerbsrechtsverletzungen versichert.

Sollten Sie eine Abmahnung erhalten, können Sie diese innerhalb von sieben Tagen einfach an den Versicherer weitergeben. Dieser überprüft die Abmahnung zunächst auf ihre Rechtmäßigkeit. So entsteht für Sie kein zeitlicher Mehraufwand. Im Falle eines Gerichtsverfahrens verteidigt der Versicherer Ihre Rechte und übernimmt alle anfallenden Abmahngebühren.

Folgende Leistungen sind versichert:

Veröffentlichungen im Internet (auch in sozialen Medien oder Blogs) im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen Ihres Unternehmens

  • Kostenübernahme für die rechtliche Prüfung der Abmahnung
  • Zahlung der Schadensersatzforderungen wegen Verletzungen von Persönlichkeits-, Wettbewerbs-, Datenschutz- oder Marken- und Urheberrechten
  • Kostenübernahme für anwaltliche Beratungen wegen Unterlassungserklärungen
  • Ersatz der Gerichts- und Anwaltskosten
  • Ersatz der außergerichtlichen Abmahnkosten
  • Expertenberatung bei Unterlassungserklärung

Der Versicherungsschutz gilt bis zu einer Summe von 100.000 Euro – ganz ohne Selbstbeteiligung

Die Kosten:

 Modell 1Modell 2
 Für Ihren Online-Auftritt und Ihren WebshopFür Ihren Online-Auftritt und Ihren Webshop und zusätzlich Verkaufsplattformen wie Amazon, Ebay, usw.
Jahresbeitrag inkl. VSt.299.88 EUR659,88 EUR
Jahresbeitrag mit Rabatt*149,94 EUR494,91 EUR

*Der Versicherer bietet die Möglichkeit, Ihre Website durch einen Kooperationsanwalt für 399 Euro (netto) prüfen zu lassen. Sie erhalten dadurch eine noch größere Sicherheit und auf den Jahresbeitrag einen Rabatt von 50% bzw. 25%.

OLG Frankfurt zur Haftpflicht für Hundehalter: Ausschlussklauseln bei Pflichtverletzung sind rechtens

Ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main erklärt Klauseln für rechtens, mit denen Versicherer Leistungen ausschließen, sobald der Versicherte bewusst seine Pflicht als Hundehalter verletzt.

Das Gericht machte deutlich: Tierhalterhaftpflichtversicherung können wirksam ihre Deckungspflicht für Ansprüche ausschließen.

Demnach erklärte das Gericht jene Klauseln in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen für zulässig, mit denen Ansprüche aus der Haftpflicht ausgeschlossen werden. Die Klauseln greifen aber nur, sobald der Schaden tatsächlich „durch bewusstes Abweichen“ von Gesetzen oder Verordnungen zur Hundehaltung verursacht wurde. Sobald eine bewusste Pflichtverletzung der Hundehalter nachweisbar ist, muss die Versicherung nicht mehr zahlen – die Versicherten tragen dann den kompletten Schaden selbst.

Das Urteil zeigt, wie wichtig die Versicherungsbedingungen sind. Versteckte Klauseln, die den Versicherungsschutz eingrenzen sind wirksam. Daher ist es wichtig, die Versicherungsbedingungen genau zu prüfen.

Haustechnik in Kellern: ausreichend versichert?

Welcher Wert befindet sich in Kellern deutscher Eigenheime? Wer bei dieser Frage nur an Speisevorräte, Ausrangiertes für den Flohmarkt oder an alte Bücher denkt, der irrt sich sehr. Denn nicht erst seit Zeiten von „Smart Home“ hielt immer mehr Technik Einzug in die einst dunklen und feuchten Nutzräume unter der Erde. Und wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigt, sind geschätzte Werte, die in Kellern von Eigenheimen schlummern, beachtlich. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz droht demnach Ungemach

Teuerster „Keller-Posten“: Die Haustechnik

Die GDV-Umfrage hatte zum Ziel, den durchschnittlichen Wert jener Gegenstände zu erfahren, die sich in der Unterkellerung von Ein- bzw. Zweifamilienhäusern befinden. 1.000 Hausbesitzer wurden hierzu in 2020 befragt. Sie sollten unter anderem angeben: „Was glauben Sie, wie hoch wären die Kosten insgesamt, wenn sie die genannten Dinge neu kaufen müssten?“.

Und die höchsten Werte auf diese Frage wurden für die Haustechnik geschätzt – 9.700 Euro sind es, die durchschnittlich für 1.000 Hausbesitzer an Haustechnik in deutschen Kellern lagern. Der Wert erscheint keineswegs ungewöhnlich, wenn man bedenkt, dass immer modernere Heiz- und Lüftungstechnik in deutsche Eigenheime Einzug hält. Die Haustechnik im Keller übernimmt für moderne Häuser immer wichtigere Funktionen.

Geschätzter Wert der Gegenstände summiert sich auf 15.400 Euro

Aber auch andere Geräte, die nicht zur Haustechnik zählen, werden gern im Keller untergebracht. Demnach wird der Wert der Elektrogeräte (Waschmaschinen und Gefrier- oder Kühltruhen) von den Befragten in der Summe auf 2.300 Euro geschätzt. Und der Wert kleinerer Geräte wie Bohrmaschinen, Akkuschrauber, Sägen oder Rasenmäher beträgt laut Umfrage immerhin 1.900 Euro. Aber auch „sonstige Dinge“ stehen in den deutschen Kellerräumen mit einem Wert von durchschnittlich 1.500 Euro – angefangen von Spirituosen und Möbeln bis hin zum raumnehmenden Spielzeug der Kinder. Demnach summiert sich der geschätzte Wert aller im Keller befindlichen Gegenstände laut Umfrage auf durchschnittlich 15.400 Euro.

Nutzungsverhalten: Lager-, Heiz- und Hobbyraum

Bei der Nutzungsweise bleibt der Keller noch immer jener Lagerraum, als der er auch früher oft diente. Bei möglichen Mehrfachnennungen für verschiedene Antworten gaben 85 Prozent der Befragten an, den Keller als Lagerraum zu nutzen. 72 Prozent der Befragten nutzen ihn zudem als Heizungskeller und 71 Prozent als Waschküche. Für immerhin 46 Prozent der Befragten dient der Keller als Hobbyraum. Basteln wollen viele in ihrem Kellern, wohnen hingegen nicht. 77 Prozent der Befragten gaben an, der Keller sei „unbewohnt“, und nur vier Prozent der Befragten bewohnen einen Teil ihres Kellers dauerhaft.

Unterschätzt: Die Gefahr durch Überschwemmungen

Ein Wert dieser repräsentativen Umfrage aber stimmt bedenklich: die Eigenheimbesitzer unterschätzen die Gefahr durch Überschwemmungen, die durch Hochwasser und Starkregen ausgelöst werden können. 43 Prozent der Befragten schätzen die Gefahr für „gering“ ein und 30 Prozent der Befragten sogar für „sehr gering“. Demnach sehen 73 Prozent der Befragten ihre Technik und ihren Hausstand im Keller nicht durch Hochwasser gefährdet.

Hausratversicherung: Leistet nicht bei Überschwemmungen

Eine Tatsache, die sich auch im fehlenden Versicherungsschutz vieler Eigenheimbesitzer niederschlägt. Denn nur rund 25 Prozent aller Haushalte haben ihr Inventar gegen Starkregen und Hochwasser abgesichert, wie der GDV informiert.

Was viele nämlich nicht wissen: Die Hausratversicherung leistet nicht, wenn Regen oder Hochwasser den Keller fluten. Existiert in diesem Fall keine Naturgefahrenversicherung bzw. Elementarschadenversicherung, müssen die Eigenheimbesitzer den Schaden aus eigener Tasche stemmen – was in Zeiten immer teurerer Kellerinventare schnell zum finanziellen Risiko werden kann. Der zunehmende Wert in deutschen Kellern sollte also für Eigenheimbesitzer ein guter Grund sein, den eigenen Versicherungsschutz zu überprüfen, auch mit gutem Rat von Experten.

E-Roller: weniger Unfälle als erwartet

Auch wenn noch keine absoluten Zahlen vorliegen, scheinen sich in Deutschland weniger Unfälle mit E-Rollern zu ereignen als Experten erwartet haben.

Seit Juni 2019 dürfen in Deutschland E-Scooter gefahren werden. Dafür brauchen Fahrzeughalter eine spezielle Versicherung. Schließlich werden die flotten Flitzer bis zu 20 km/h schnell und als motorisierte Fahrzeuge eingestuft. Die Versicherer haben dafür spezielle E-Scooter-Tarife im Angebot. Statt eines Nummernschildes wird einfach eine Plakette in Nähe des Rücklichtes angebracht.

In der Regel gilt der Versicherungsschutz für ein Jahr. Und nun hat tatsächlich ein großer Versicherer angekündigt, die Prämien für den Rollerschutz nach unten korrigieren zu wollen. Der Grund ist ein positiver: Es treten weit weniger Unfälle auf als ursprünglich angenommen. Hier sei an die Debatten vor der Einführung der Roller erinnert, wonach viele schwere Unfälle vorausgesagt wurden. 

Ob andere Versicherer ebenfalls diesen Schritt gehen werden bzw. dies öffentlich kommunizieren, bleibt abzuwarten. Die Gesellschaften haben ursprünglich ihre Tarife nach den Erfahrungen mit Mopeds und Mofas kalkuliert. Auch aus der Not heraus, weil es bisher ja keine Daten zu Unfällen mit E-Rollern gab und folglich auch keine Werte, welche Schadenskosten sie verursachen.

Die Unfallgefahr sollte aber dennoch nicht verharmlost werden. So lässt eine aktuelle Studie aus den USA aufhorchen. Für das Fachblatt «Jama Surgery» haben Wissenschaftler die Daten von 100 Kliniken mit Notfallzentrum ausgewertet. Und festgestellt, dass die Zahl der Verletzungen bei E-Scooter-Unfällen mit der zunehmenden Nutzung dieser Roller stark angestiegen ist: von 2014 bis 2018 um 222 Prozent auf mehr als 39.000. Hierzu muss ergänzt werden, dass die Roller in den USA schon weit etablierter sind.

Besonders erschreckende Erkenntnis der US-Studie: Ein Drittel der eingewiesenen Scooter-Fahrer hatte bei den Stürzen schwere Kopfverletzungen erlitten. Oft gehen diese mit bleibenden Schäden einher. Ein Grund, weshalb man auf einen Helm nicht verzichten sollte, auch wenn er in Deutschland nicht vorgeschrieben ist.

Auch sonst gilt es, bestimmte Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. Alkohol ist auf den Rollern ohnehin Tabu: Hier gelten dieselben Grenzwerte, als würde man sich hinter das Steuer eines Autos setzen. Auch auf gewagte Stunts und Sprünge sollte man in jedem Fall verzichten, weil die Scooter alles andere als stabil sind.

Als wichtige Unfallursache wurden zudem die kleinen Räder ausgemacht. Die Unfallforschung der Versicherer (UdV) fordert deshalb aktuell, dass diese einen Mindestdurchmesser von zehn Zoll (25,4 cm) aufweisen sollen. Es sollte schon beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Räder ausreichend groß und stabil sind. Wo vorhanden, müssen Radwege für die Gefährte genutzt werden, ansonsten die Straße.